Geschichten mit und um unsere Kromfohrländerhündin Dayla

Warum ein Kromi.......?

Also......., "Kromi" ist natürlich die liebevolle Abkürzung für Kromfohrländer - aber das kann man sich ja denken.
Wir werden oft gefragt: "Was ist das denn für Einer"?
"Das ist ein Kromfohrländer"
"Ein was für`n Ohrländer, haben wir ja noch nie gehört"
Stimmt: Kromis sind nun mal nicht so oft anzutreffen. Die Kromfohrländer sind eben (noch) nicht so bekannt.
Die Kromfohrländerrasse ist eine  noch relativ junge vom VDH anerkannte Hunderasse.  Wer sich mit der Entstehung und Geschichte der Kromfohrländer näher befassen möchte, dem empfehle ich den Blick ins Internet, dort gibt es - meist auch auch über die Züchter - Ausführlicheres. Einfach Kromi eingeben , der Rest findet sich.

Also nun von vorne. Wie sind wir auf den Kromi gekommen?
Als dann feststand, das wir unsere Familie um einen Vierbeiner erweitern wollten, war auch klar  - es sollte ein Hund sein. Nach Meerschweinen und 16 Jahre Hauskater waren wir im Umgang mit Haustieren nicht unerfahren. Aber was sollte es denn nun für ein Hund werden?
Na klar, so einige Vorstellungen hatten wir schon:
"Er" sollte nicht zu groß sein, eher mittelgroß, so Kniehöhe
familienfreundlich, campingtauglich, leicht erziehbar, gelehrig und noch Vieles mehr aber eben ein Hund.  - ach ja, und er sollte unbedingt etwas für Hunde-Anfänger sein (dazu später mehr).

Welcher Hund passt denn nun zu uns?
Wir haben viel gelesen, haben (fast) jeden Leinenhalter der uns begegnete und bereitwillig war , zu seinem eigenen Hund und seinen Erfahrungen befragt, natürlich fand jeder seinem Hund am Besten und lobte alle positiven Eigenschaften über den Klee.

Im Internet gibt es so einige Seiten "Welcher Hund passt zu mir", in denen man die gewünschten Parameter eingibt (siehe oben) und unten steht dann genau welcher Hund zu einem passt.............,toll!
Es kamen die abenteuerlichsten Hunde-Vorschläge dabei heraus, die meisten aber entsprachen nicht unserer Vorstellung von unserer zukünftigen Fellnase. 

Irgendwann fiel aber der Name "Kromfohrländer". Die sehen super aus mit ihren struppigen Fell und dem Bart und der weiß-braunen Zeichnung. Die Größe passte und alle beschriebenen Eigenschaften gefielen uns sowieso. 
Denn der Kromi ist  ein Familienhund mit tollem Sozialverhalten, er rennt nicht weg, hat keinen Jagdttrieb und haart sehr wenig. Auch riecht er nicht sehr nach Hund. Unser Interesse war geweckt, so einer sollt zu uns passen. Unser zukünftiger Hund soll also ein Kromfohrländer werden  und auf jeden Fall mit rauhem Fell.

Jetzt galt es, heraus zu bekommen, woher man einen Kromfohrländer bekommen könnte und ob man diese Hunde auch mal  sehen und erleben kann, bevor man sich ernsthaft entscheiden möchte. 
Schnell wurde uns klar, so einfach trifft man keinen Kromi auf der Strasse, wie zum Beispiel einen Schäferhund oder einen Golden Retriever.
Also haben wir weiter recherchiert und den wertvollen Hinweis bekommen, doch mal an einem Kromfohrländer-Spaziergang teilzunehmen. Dort könnten wir die Kromis  Live erleben, uns mit dem Besitzern unterhalten und ggf. direkt mit möglichen Züchtern in Kontakt treten.
Gesagt, getan,  beim Veranstalter angemeldet und uns auf den ersten Spaziergang begeben.  Dieser fand  im Summter Wald, nördlich von Berlin statt. Natürlich waren wir begeistert von den putzmunteren Kromfohrländern, die es in "Rauhhaarig" oder "Glatthaarig" gibt - es gibt noch eine weitere Variante, aber dazu später mehr.

Alle Kromi-Besitzer waren überaus auskunftsfreudig und konnten alle unsere Fragen beantworteten - und es fielen uns sehr viele ein, waren wir doch gut vorbereitet zu diesem Spaziergang erschienen.
 
Wir wurden in unserer Entscheidung, einen Kromfohrländer anzuschaffen, in vielerlei Hinsicht bestärkt. Es folgten noch weitere tolle Kromispaziergänge an denen wir natürlich teilnahmen, mit einem Rucksack voller weiterer Fragen wie man sich denken kann
.
Durch die vielen Möglichkeiten diese Hunde so gut kennen lernen zu dürfen, hatten wir sehr schnell ein Bild vor Augen,  wie unsere zukünftige Fellnase aussehen sollte.



Unser Kromi wird..........

.......ein Rüde! Rüden werden etwas größer als Hündinnen,                so kniehoch, genau nach unsere Vorstellung. 
...... ein Rauhaariger! Die sehen so niedlich aus mit ihrem                  Bart und dem rauhaarigen Fell.

Die Suche!

Die Population der Kromfohrländer ist (noch) nicht sehr ausgeprägt. 
Es gibt  gerade im Berliner Raum und in den neuen Bundesländern nur wenige Züchter, so dass die Anzahl der Welpen nicht sehr hoch ist. Im gesamten Bundesgebiet werden pro Jahr durchschnittlich ca.200 Welpen geboren. Das Interesse an Kromi-Welpen ist aber so groß,  dass  man durchaus 1-2 Jahre warten muss, bevor man einen Kromi-Welpen erwerben kann. 
Von Kromibesitzern wussten wir, dass sie mal eben nach München, Köln oder Hamburg gefahren sind um sich persönlich vorzustellen und dann auch später dort ihren Welpen abzuholen.

Die lange Wartezeit kam uns aber nicht ungelegen. Die Planung für einen  Hund sollte  zeitlich auf meine Pensionierung fallen.  Dadurch hatten wir also jede Menge  Zeit um mit mehreren Züchtern in Kontakt zu treten, uns  persönlich vorzustellen und intensive Gespräche mit den Züchtern zu führen. Die Züchter wollen sehr gerne einen engen Kontakt zum möglichen Welpenkäufer, um zu sehen in welche Familie der Welpe abgegeben wird. 

Welpenkraulen!

Wir hatten Glück, einer unserer angeschriebenen Züchter mit denen wir schon mehrfach telefonischen Kontakt hatten, lud uns zum persönlichen Kennenlernen und zum "Welpenkraulen" ein (der Begriff ist von uns frei erfunden)  
Bei diesem Züchter war der aktuelle Wurf (D-Wurf) gerade  vierWochen alt und wir durften uns die kleinen Racker anschauen und natürlich anfassen und eben "kraulen" . Es waren acht kleine lebhafte Fellnasen, allesamt so süß. Am liebsten hätten wir sofort einen mitgenommen aber  dieser Wurf war bereits vergeben und wir zeitlich auch noch nicht dran.

Der Besuch bei den Welpen hatte etwas bei uns ausgelöst: "Was wäre denn, wenn wir eine Hündin statt einen Rüden nehmen, dann könnten wir doch vielleicht später einen eigenen Wurf planen".

Unser Kromi wird.....

....... eine Hündin, nicht kniehoch, aber das passt!
........eine Rauhaarige! Die sehen so niedlich aus mit ihrem
            Bart und dem rauhhaarigen Fell.

Zusage!

Wir wurden vom Züchter  "Zwinger vom Berliner Nordgraben"eingeladen. Dort erwarteten uns Birgit und Mathias und drei lebhafte Hündinnen. So wurden wir nicht nur durch die Züchter beurteilt, sondern vor allem durch deren Hündinnen. Wie ist die Chemie zwischen uns, sind uns die Hunde zugetan, oder lehnen sie uns eher ab. 
Der Erstkontakt war ein voller Erfolg, die Hunde wichen nicht von unserer Seite und die gegenseitige Sympathie zum Züchter ließ Gutes erwarten.
 So ergab sich die Zusage beim nächsten Wurf berücksichtigt zu werden. Unsere Freude wahr riesig. Nun fieberten wir nicht nur den Zeitpunkt meiner Pensionierung entgegen sondern viel mehr den Nachrichten:  War der Deckakt erfolgreich, hat alles geklappt, wie viele Welpen werden es sein, sind alle gesund, ist auch eine Hündin dabei, und so weiter und so weiter...

In der Zwischenzeit  lasen wir begeistert jede weitere Lektüre über Kromfohrländer, deren Erziehung und was uns sonst noch in die Hände gefallen ist.
Ebenfalls suchten wir auch schon nach einer geeigneten Hundschule, nahmen an Welpengrundkursen teil, obwohl unser Welpe noch nicht einmal gebohren worden war.  
Wir ließen natürlich keinen Kromfohrländerspaziergang aus, schließlich waren wir fast - beinahe zukünftige  Leinenhalter. Wir fieberten dem Geburtstermin unserer zukünftigen Fellnase entgegen.

Und dann kam die ersehnte Nachricht von unserem Züchter.

Dayla vom Berliner Nordgraben

Am 17.12.2017 wurde unsere kleine Kromfohrländerin geboren,  zusammen mit weiteren fünf kleinen Kromis - drei Rüden und drei Hündinnen.
Unsere Züchter  "vom Berliner Nordgraben" versorgten uns reichlich mit Fotomaterial, sodass wir die ersten Lebenswochen miterleben durften - der erste Besuch war erst nach vier Wochen möglich.
Anhand der Fotos spekulierten wir aber schon, für welchen Kromi wir uns entscheiden würden. Da wir ja die Absicht hatten,  selbst, zumindest einen Wurf, zu haben, war es wichtig die Zuchtkriterien, also Färbung, Ohrenstand (beim Kromi sehr wichtig), Augenfarbe und noch vieles mehr zu berücksichtigen. Aber da konnten wir uns ganz auf die Aussage unseres Züchters verlassen. 
 

Im Übrigen sahen alle kleinen Kromis des D-Wurfes sehr, sehr niedlich aus.
 

Dayla 7 Tage alt

Dayla mit ca. 3 Wochen

Dayla mit ca. 4 Wochen

Der erste Kontakt

Endlich, der erste Besuch: Drei ausgewachsene Kromi-Damen und 6 kleine Kromiwelpen wuselten um uns herum und wir schlossen die "Hübscheste" von allen, das erste Mal in unsere Arme(das mit der/die Hübscheste/n behaubteten im Übrigen die anderen zukünftigen Leinenhalter von ihren Welpen auch)


Körperkontakt

Schutz bei Muttern

Anstrengend so ein Besuch.

...

Es folgten mindestes einmal die Woche weitere Besuche beim Züchter zum "Welpenkraulen". Einen Namen durften wir selber vergeben, er sollte aber mit "D" anfangen.
Um ehrlich zu sein: den Namen hatten wir schon ausgesucht da war es noch gar nicht sicher ob wir für den D-Wurf berücksichtigt werden konnten.
Unsere Kromi Dame sollte DAYLA heißen, lang ausgeschrieben:

 "Dayla vom Berliner Nordgraben"

Die Mutter: Betty vom Berliner Nordgraben
Der Vater: Faro vom Rauhen Stein

Nun hieß es warten, bis wir unsere Dayla mit nach Hause nehmen durften.
Die"lange" Wartezeit,  wurde mit Besuchen und natürlich mit entsprechenden Einkäufen in namenhaften Tierbedarfsläden überbrückt -man braucht ja doch eine Menge an Equipment. 
Mehr oder weniger wurden wir fachkundig beraten. Gut, dass wir uns vorher etwas schlau gemacht haben und differenzieren konnten was wir tatsächlich für den Anfang benötigen. 

Nach guten 8 Wochen war es soweit. Die Welpen wurden geschipt, entwurmt und vom Zuchtwart "abgenommen".
Beim Abholen teilte uns der Züchter mit, dass der Zuchtwart festgestellt hat, dass Dayla keine erkennbaren Merkmale zur Rauhaarigkeit besäße und somit glatthaarig bliebe..., bzw kurzhaarig glatt! 

Oh, die dritte Variante, damit hatten wir nun gar nicht gerechnet....., wir wollten doch einen rauhaarigen Kromi. Wie kann denn das sein?
Vater rauh, Mutter rauh?

Die Aufklärung folgte: Die Oma, also Bettys Mutter ist eine kurzhaarig Glatte und hat das somit vererbt. Das kann man auch wissenschaftlich noch viel besser erklären aber das ersparen wir uns an dieser Stelle.
 Wir haben unsere Dayla von Anfang an ins Herz geschlossen, ob  rauh oder glatt, nun eben kurzglatt!

Unser Kromi ist......


...... eine Hündin, wird nicht kniehoch, passt super!
....... eine Glatthaarige, kurz-glatt,  und super niedlich!

Ein Hund zieht ein!

Wie es weiter geht, lest Ihr hier und dann sind auch weitere Bilder mit dabei.  Seid gespannt und schaut wieder rein.